2015-12-16 „Kriegsdienstverweigerung“ Alternativer Adventskalender

Kriegsdienstverweigerung

Kriegsdienstverweigerung (abgekürzt KDV) ist die Entscheidung einer Person, nicht an Kriegshandlungen teilzunehmen. In Staaten mit einer gesetzlichenWehrpflicht wird sie auch als Wehrdienstverweigerung ausgeübt, weil der Wehrdienst zum Kriegsdienst ausbildet. Werden auch Ersatzdienste verweigert, spricht man von Totalverweigerung. Sofern Kriegsdienstverweigerung mit politischen Zielen verbunden wird, gilt sie als Form des zivilen Ungehorsams.

In demokratischen Rechtsstaaten ist Kriegsdienstverweigerung ein gesetzlich geschütztes Bürgerrecht. Dessen Ausübung ist jedoch meist an bestimmte Verfahren und Auflagen gebunden, deren Missachtung strafrechtliche Folgen hat. In Diktaturen, bei staatlich verhängtem Ausnahmezustand (Kriegsrecht) und für Soldaten einer Berufsarmee ist Kriegsdienstverweigerung oft illegal und wird als Straftat behandelt.

Wo Menschen gegen ihren Willen zu Militärdiensten gezwungen werden, ist Kriegsdienstverweigerung nur als Desertion möglich. Dies war lange Zeit der historische Normalfall. Erst infolge der europäischen Aufklärung wurde die individuelle Nichtteilnahme an Krieg und Kriegsdiensten allmählich als Bürgerrecht betrachtet. InNationalstaaten des 19. Jahrhunderts organisierten sich Bewegungen, die dieses Recht zusammen mit anderen Bürgerrechten einforderten. Nach dem Ersten Weltkrieg 1918 führten einige Staaten erstmals ein solches Recht ein. Seit 1945 wurde es in immer mehr Staaten gesetzlich anerkannt und geschützt. 1987 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) das Recht zur Kriegsdienstverweigerung als allgemeines Menschenrecht an. Seither kämpft die UN-Menschenrechtskommission um seine überprüfbare Anwendung und rechtsstaatliche Geltung, die in vielen Mitgliedsstaaten der UN nicht gewährleistet ist.

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland erhielt die Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen 1949 erstmals den Rang eines Grundrechts, das sich aus der Glaubens– und Gewissensfreiheit ergibt. In der DDR gab es kein solches Recht. Seine Entwicklung und Ausgestaltung auf dem Hintergrund der deutschen Geschichte behandelt der Artikel Kriegsdienstverweigerung in Deutschland.

 

Quelle wikipedia

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3 Antworten zu 2015-12-16 „Kriegsdienstverweigerung“ Alternativer Adventskalender

  1. Ostfrieslanduwe schreibt:

    Da kann ich Dir nur zustimmen

  2. thomrosenhagen schreibt:

    Das wären auch insgesamt gesellschaftlich gesehen die Aufgaben, die anstelle von Waffendienst sicher deutlich nachhaltiger (ich mag das Wort zwar nicht…) wären….

  3. Ostfrieslanduwe schreibt:

    Der Verweigerer kann es sich aber einfacher machen. Anstatt Kriegsdienst, Ersatzdienst, THW oder ähnliches. Ist auch nützlicher.

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