Sommerzeitbeginn 2015 – Beobachtungen aus dem Alltag

Es ist schon hanebüchen mit welch abstrusen Vergleichen und Kommentaren manche ZeitgenossInnen versuchen sich dieses jährliche Spektakel „schönzureden“.

Regelmäßig stelle ich dabei fest, dass der Unterschied zwischen „länger“ (hell z.B. abends) und „später“ (hell z.B. morgens) irgendwie in der deutschen Sprache nivelliert wird.

Aber wenn dann die  „Sommerzeit“ auch für den Winter gefordert wird (die „Winterzeit“ ist übrigens auch so eine merkwürdige Bezeichnung in diesem Zusammenhang) mit der folgenden Begründung:

Doch im Winter könnten die Kinder bei Licht zur Schule gehen liesse man die Stunde vor das ganze Jahr.
Ein Sicherheitsfaktor, den ich dann immer gelten mache… so als Gegenargument.

dann hilft selbst Kopfschütteln nicht mehr.

Und ein weiterer Zeitgenosse hat die „Winterzeit“ mit einer Art Dispo-Kredit verglichen den wir mit der Umstellung auf die „Sommerzeit“ zurückzahlen. Nein, „Zeit“ ist auch in diesem speziellen Fall kein „Geld“!

Die Umstellung auf die „Sommerzeit“ ist eher das fade Versprechen auf einen frühen, sofortigen Sommer unter Umgehung der so wunderbaren Jahreszeit des Frühlings. Ebenso ist die spätere Rückstellung auf die „normale“MEZ („Winterzeit“) auch nur das vergebliche Verlängerungsversprechen eines Sommers auf Kosten des wunderbaren Herbstes.

Und es ist ein gefundenes Arbeitsfeld für alle Entschleunigungs-Psychologen und -Coaches….

Über thomrosenhagen

Hier: Ganz ohne Denkverbot - Dort: Ganz bei den Menschen + bei der Sache. - Dazwischen: Viel Platz für Phantasie und Kreativität. Vision: eigener Single Malt Whisky here: no scissors in my head there: near the people + near the reality between: plenty of room for imagination and creativity vision: own crafted malt Whisky
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4 Antworten zu Sommerzeitbeginn 2015 – Beobachtungen aus dem Alltag

  1. Wer es lange hell braucht kann im Juni nach Westkapelle (NL) reisen, da ist man 40 Sonnenminuten hinter Berlin. Kann aber regnen. Merkste nix–> ab inne Kneippe.

  2. nurmalich schreibt:

    Ich kam bisher immer ohne gesundheitliche Probleme über die Umstellungsprobleme hinweg.
    Aber ein Beibehalten der „Normalzeit“ (die ja auch ein Kompromiss ist, denn eigentlich wäre ja die jeweilige Ortszeit die Normalzeit) also ein Beibehalten der normalen MEZ befürworte ich inzwischen auch, weil die Energieersparnisse sich ja als Märchen erwiesen haben.
    Aber wer überzeugt die EU davon?

    • Das Experiment von Premier Medwedew, die Uhren dauerhaft auf Sommerzeit laufen zu lassen, hat sich nicht bewährt.
      Das ist der Unterschied RUS / EU. Hier muss das eine Minderheit sich wünschen, dann wird das geändert, FDP oder so….

      • thomrosenhagen schreibt:

        Bei einem Land wie RUS mit 12-13 Zeitzonen habe ich das sowieso für etwas merkwürdig gehalten. Letztendlich war aber auch dort der bekennende Langschläfer Putin ausschlaggebend für die Abschaffung….

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