Ende des Militäreinsatzes in Mali – Krieg? – Wirtschaftskrieg? Eine Erinnerung an unsere (Ex-)Präsidenten

Wenn ein Staat das Staatsgebiet eines anderen Staates ohne völkerrechtliche Legitimation angreift verstehe ich darunter Krieg.

Krieg ist ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt,[1][2] an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, ihre Interessen durchzusetzen. Der Konflikt soll durch Kampf und Erreichen einer Überlegenheit gelöst werden. Die dazu stattfindenden Gewalthandlungen greifen gezielt die körperliche Unversehrtheit gegnerischer Individuen an und führen so zu Tod und Verletzung. Neben Schäden an am Krieg aktiv Beteiligten entstehen auch immer Schäden, die meist eher unbeabsichtigt sind. Sie werden heute euphemistisch als Kollateralschäden, bzw. Begleitschäden bezeichnet. Krieg schadet auch der Infrastruktur und den Lebensgrundlagen der Kollektive.

Kriegsformen sind vielfältig und nicht unbedingt an Staaten oder Staatssysteme gebunden: Sie können auch innerhalb von Staaten stattfinden, etwa als BürgerkriegUnabhängigkeitskrieg oder bewaffneter Konflikt, und zum Weltkrieg oder zum Völkermord führen.

In der historisch belegten Menschheitsgeschichte haben knapp 14.400 Kriege stattgefunden, denen ungefähr 3,5 Milliarden Menschen zum Opfer gefallen sind.[3]

Horst Köhler (re.) mit dem amtierenden Bundespräsidenten Joachim Gauck. (Quelle: dpa)

Horst Köhler (re.) mit dem amtierenden Bundespräsidenten Joachim Gauck. (Quelle: dpa)

Ex-Bundespräsident Horst Köhler ist wieder für Deutschland im Einsatz. Wie der „Spiegel“ berichtet, nahm der 2010 aus dem Amt geschiedene Köhler für Joachim Gauck bei der an der Amtseinführung des neuen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita in Mali teil.

Bei seinem Besuch in Westafrika Mitte September nahm Köhler „stellvertretend“ für den amtierenden Präsidenten an der Zeremonie mit mehreren Staatschefs teil. Köhler, ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds, gilt als Afrika-Experte und wurde deshalb für die Aufgabe ausgewählt.

Laut Bundespräsidialamt handelt sich bei der Vertretung durch den früheren Amtsträger Köhler um eine „gängige Praxis“.

Horst Köhlers umstrittene Äußerung  sei hier nochmals ins Gedächtnis gerufen:

Wörtlich sagte Köhler damals  dem Deutschlandradio Kultur: „Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.“

Über thomrosenhagen

Hier: Ganz ohne Denkverbot - Dort: Ganz bei den Menschen + bei der Sache. - Dazwischen: Viel Platz für Phantasie und Kreativität. Vision: eigener Single Malt Whisky here: no scissors in my head there: near the people + near the reality between: plenty of room for imagination and creativity vision: own crafted malt Whisky
Dieser Beitrag wurde unter Außenpolitik, Gesellschaft, Medien, Pazifismus, Politik, Wirtschaftspolitik abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s