Nachgedanken zum ersten Kirchengemeinderatstag am 23.03.2013 in Fellbach

Ich bin bestürzt über die Friede-Freude-Eierkuchen Berichterstattung der evangelischen Presse über diesen ersten Kirchengemeinderatstag.

Neben den dort viel berichteten und berechtigten positiven Eindrücken über z.B. den musikalischen Empfang durch die „Bilzköpfe“ (einfach klasse) und dem beeindruckend ruhigen Grußwort des OB’s von Fellbach muß ich aber auch den etwas unverständlich belehrenden Auftritt von Staatsminister Murawski hier erwähnen. Auch die Einführung von Landesbischof July fand ich persönlich eher bemüht.

Der Auftritt des Energiebündels Margot Käßmann als Botschafterin für die Reformationsdekade war jede Minute ihrer Dauer wert. (hier ist das Manuskript zu finden:  http://www.elk-wue.de/fileadmin/mediapool/elkwue/dokumente/oberkirchenrat/landesbischof/2013-03-23_Fellbach.pdf.pdf )

Die zeitliche und räumliche Organisation der Workshops um die Mittagszeit ließ zu wünschen übrig. Da ist noch einiges Potential zu einer professionellen Verbesserung vorhanden.

Auch ist in diesen workshops eine deutlich distanziertere und kritischere Selbsteinschätzung der teils schon langjährig tätigen Kirchengemeinderäte zu hören, als es uns die kircheninternen Medienvertreter zu vermitteln versuchen. Auch an den jeweiligen Infoständen in der „Musikschule“ ist vom teilweise sehr herschhaftlichen Auftreten der Amtskirchenträger zu lesen. Sehr ermutigend für den/die ein oder andere(n) noch nicht entschiedenen KandidatIn wirkt das alles nicht.

Im Bischofsinterview mit geladenen Gästen jedoch kommt besonders stark die sehr unprofessionelle Arbeitsweise der Amtskirche als einer „Betonkirche“ (Baukirche) mit sehr fragwürdiger interner Kommunikationspolitik zum Vorschein. Zudem zeigt sie sich freimütig als weitgehend beratungsresistent wenn sie die sicher nicht ganz billigen aber professionellen Besetzungsmodelle von externen Beratern eigenmächtig halbiert und meint, damit ihrem eigenen Anspruch zu genügen. Enttäuschend….

Der Abschluß der Veranstaltung gelingt versöhnlich mit dem Konzert des Gospel-Chor-Projektes.

Besonders wichtig waren mir aber die leider zu kurz gekommenen persönlichen Kontakte in den Veranstaltungspausen.

Über thomrosenhagen

Hier: Ganz ohne Denkverbot - Dort: Ganz bei den Menschen + bei der Sache. - Dazwischen: Viel Platz für Phantasie und Kreativität. Vision: eigener Single Malt Whisky here: no scissors in my head there: near the people + near the reality between: plenty of room for imagination and creativity vision: own crafted malt Whisky
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