Der dritte Weg – Kirche und Arbeitsrecht stehen sich im Weg

http://www.ftd.de/karriere/recht-steuern/:arbeitgeber-kirche-stillhalten-und-beten/70119935.html

Das Urteil vom 25.11.2012 zeigt die Brisanz der dort verhandelten Sache:

Fakt ist, dass die Kirchen zwischenzeitlich auf dem ersten, zweiten und dritten Arbeitsmarkt zu systemrelevanten Mitspielern und Wettbewerbern zu den anderen privaten und öffentlichen Arbeitgeber aufgestiegen sind. Mit naivem Augenaufschlag bei gleichzeitig knallharter Tarif- und Mitbestimmungsverweigerung in allen arbeitsrechtlichen Belangen ist es ihnen gelungen, die Beschäftigten als Geiseln des wirtschaftlichen Aufstieges zu nehmen. Und dieser Aufstieg ist, wie bei vielen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen, zwischenzeitlich zu einem systemgefährdenden Faktor in diesen Religionsgemeinschaften geworden. Der Fall eines großen Caritas- oder Diakonieunternehmens könnte zum Dominospiel in einer ganzen Branche mit gravierenden Auswirkungen auf die finanzgarantierenden Kirchen werden. Nur ist das noch nicht im Bewußtsein des Kirchenvolkes angekommen. Sonst würden sie Ihre Vertreter nicht so dilletantisch und arrogant in solche Auseinandersetzungen schicken.

Den momentan nur mündlich gesprochenen Urteilsspruch selbst kann man sowohl salomonisch als auch faulig kompromissbereit bezeichnen. Der Staat als gemeinwohlregulierende Institution weiß sehr wohl um seine Verantwortung und zieht sich zunächst auf die Position zurück, daß „eine Krähe der Anderen nicht die die Augen aushacken sollte“.

Über thomrosenhagen

Hier: Ganz ohne Denkverbot - Dort: Ganz bei den Menschen + bei der Sache. - Dazwischen: Viel Platz für Phantasie und Kreativität. Vision: eigener Single Malt Whisky here: no scissors in my head there: near the people + near the reality between: plenty of room for imagination and creativity vision: own crafted malt Whisky
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